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Herbert Bayer, Aspen Trees, 1959, Lentos Kunstmuseum Linz, Bildrecht Wien, 2020

MemAct!
Memory, Agency and the Act of Civic Responsibility

MemAct! entwickelt unter der Leitung der Kunstvermittlung des Lentos Kunstmuseum und Nordico Stadtmuseum Linz in einer internationalen Kooperation neue Methoden für die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus in Museen, Gedenkstätten und Schulen. Das dabei entstehende Online-Toolkit soll VermittlerInnen und PädagogInnen bei einer partizipativen Bildungsarbeit im Bereich der Holocaust Education unterstützen.

Im Rahmen des EU-Projekts MemAct! Memory, Agency and the Act of Civic Responsibility werden in den kommenden Monaten von einer internationalen und transdisziplinären Arbeitsgruppe partizipative Formen der Geschichtsvermittlung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen wie Antisemitismus, Rassismus oder Diskriminierung verbunden. Ausgangspunkt für das auf die pädagogische Praxis bezogene Forschungsprojekt sind die für 2021 geplanten Ausstellungen Der junge Hitler im Nordico Stadtmuseum und Transformation und Wiederkehr im Lentos Kunstmuseum. Beide Ausstellungen setzen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Geschichte des Nationalsozialismus und dessen Auswirkungen auf die Gegenwart auseinander. 

Im Zuge des Projekts wird bis Frühling 2021 eine Webseite erarbeitet, die PädagogInnen, ForscherInnen und AktivistInnen aus dem Bereich der Geschichtsvermittlung Einblicke in das Projekt bietet und zu Projektende neue Vermittlungsmethoden vorstellt. Das Projekt wird in Kooperation mit PartnerInnen aus Österreich, Deutschland, Polen, Serbien und der Slowakei umgesetzt. TeilnehmerInnen sind der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, die Pädagogische Hochschule Oberösterreich, der Verein Miteinander – Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt, die Vermittlungsabteilung des Galicia Jewish Museum in Krakau, die Initiative Terraforming South – Improving teaching and learning about the Holocaust aus Novi Sad und die Non-Profit-Organisation EDAH aus Bratislava. Bei einer Videokonferenz Anfang November fiel der Startschuss für die internationale Zusammenarbeit.

 

Arbeitsgruppe MemAct!

Paul Salmons (GB)
Gründungsdirektor des Centre for Holocaust Education des University College London entwickelte und beforschte in dieser Position zahlreiche Methoden der Holocaust Education und Materialien für LehrerInnen. Er gestaltete die nationale Holocaustausstellung im Imperial War Museum London mit und co-kuratierte zuletzt die Wanderausstellung „Auschwitz. Not long ago. Not far away“. Zudem zeichnet er für die Foto-Ausstellung „Seeing Auschwitz” verantwortlich, die er für die United Nations entwickelte. Er ist Konsulent für das United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC.

Wolfgang Schmutz (AT)
Freier Pädagoge und Kurator im Bereich Holocaust Education, Adjunct Professor der University of Redlands (USA). Zunächst Vermittler am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, war er später Teammitglied und Co-Leiter der Pädagogik an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen. Zuletzt entwickelte und begleitete er mehrjährige Fortbildungsprozesse, u.a. für Schloss Hartheim, die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg und das Max-Mannheimer-Studienzentrum Dachau. Für das United States Holocaust Memorial Museum betreut er zurzeit die Vermittlungsarbeit für die Wanderausstellung „Einige waren Nachbarn“.

Karin Schneider (AT)
Schneider war von 2007-2019 in unterschiedlichen kunst- und praxisbasierten Forschungsprojekte zu museologischen Fragestellungen und zur Entwicklung kunstbasierter Methoden der Zeitgeschichtsvermittlung tätig, u.a. an der Akademie der bildenden Künste Wien (FWF Projekte MemScreen und Conserved Memories) und dem Institute for Art Education der Zürcher Hochschule der Künste. Von 2001-2007 war sie Stabstelle Kunstvermittlung im Museum moderner Kunst, Stiftung Ludwig Wien. Seit Juni 2019 leitet sie die Kunstvermittlung der Museen der Stadt Linz.

Gisela Hagmair (AT)
Freie Projektmanagerin mit Schwerpunkt EU Projektkoordinierung war in mehreren EU-Projekten als Sozialwissenschaftlerin tätig u. a. als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Ludwig Boltzmann Institut für Sozialpsychiatrie (2008–2014), und spezialisierte sich auf EU Projektmanagement. Seit 2015 ist sie für die Universitäten Klagenfurt im Bereich von EU-Projektmanagement und Forschungsprojektanträge tätig, 2020 in dieser Funktion für die Universität Graz. Sie begleitet MemAct! Bereits seit der Einreichung.

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Foto: Norbert Artner