Wir öffnen die Box: Das Verschwinden jüdischer Geschäfte

Wir öffnen die Box lädt ein, sich auch heiklen Fragen rund um die eigene Zeitgeschichte zu stellen und in einer offenen Runde mit unterschiedlichen Impulsen zu verhandeln.
Ein Gespräch mit Michael John über die Entwicklung des Handels und der Konsumkultur mit Fokus auf antisemitische Zuschreibungen und Praktiken in Linz ab 1900: In antisemitischer Denkweise wurde das moderne Kaufhaus dem traditionellen Kleinhandel und Handwerk gegenübergestellt und abgewertet: „bodenständig vs. fremd“, „Heimat vs. International“ – das waren die Dichotomien völkischen Denkens, die sich in der Praxis der Enteignung, Vertreibung und Ermordung jüdischer Handelstreibender während der NS-Zeit manifestierten. Wie prägen solche Ideologien und Enteignungen das Stadtbild – möglicherweise bis heute?
Michael John, Historiker, Kulturwissenschaftler, Professor für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Universität Linz, im Ruhestand; Lektor und Ausstellungskurator. Forschungs- und Themenbereiche unter anderem: Populärkultur, Migration, Jüdische Geschichte, „Arisierung“ und Restitution; Gutachter und Mitglied diverser Kommissionen
Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung erbeten unter: karin.schneider@lentos.at, +43 732 7070 1912 oder online
Termin
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| Thu 18.06 | Wir öffnen die Box: Das Verschwinden jüdischer Geschäfte![]() Mit Michael John. Wir öffnen die Box lädt ein, sich auch heiklen Fragen rund um die eigene Zeitgeschichte zu stellen und in einer offenen Runde mit unterschiedlichen Impulsen zu verhandeln. Die Teilnahme ist kostenlos. | 7:00 pm–9:00 pm |
