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100 Jah­re MAERZ
Die Anfän­ge 1913 bis 1938

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  • Ausstellungsansicht, 100 Jahr MAERZ. Die Anfänge 1913 bis 1938, 2013
  • Ausstellungsansicht, 100 Jahr MAERZ. Die Anfänge 1913 bis 1938, 2013
  • Austellungsansicht, 100 Jahr MAERZ. Die Anfänge 1913 bis 1938, 2013
  • Ausstellungsansicht, 100 Jahr MAERZ. Die Anfänge 1913 bis 1938, 2013

Im Jah­re 1913 grün­den Franz und Kle­mens Brosch, Franz Sed­lacek, Hans Poll­ack, Anton Lutz und Heinz Bitzan die Lin­zer Künst­ler­ver­ei­ni­gung MAERZ.
Der Name steht pro­gram­ma­tisch für Erwa­chen und Neu­be­ginn, ent­spre­chend der damals ver­brei­te­ten Vor­stel­lung eines ver sacrum“ – eines Hei­li­gen Früh­lings. Im künst­le­ri­schen Vor­kriegs­va­ku­um ver­steht sich die Künst­ler­grup­pe als Gegen­pol zum Ober­ös­ter­rei­chi­schen Kunst­ver­ein, der seit 1851 exis­tiert und als kon­ser­va­tiv gilt. Die­se sezes­sio­nis­ti­sche Abspal­tung ist die frü­hes­te in Öster­reich außer­halb Wiens.


In der MAERZ tref­fen sich in locke­rer Form Künstler*innen unter­schied­lichs­ter Gen­res, um gemein­sam zu arbei­ten und anfangs Aus­stel­lun­gen im Land­haus­pa­vil­lon an der Pro­me­na­de zu orga­ni­sie­ren. Der Ers­te Welt­krieg bil­det eine Zäsur für die Ver­ei­ni­gung, prägt aber das wei­te­re Schaf­fen eini­ger Künstler*innen ent­schei­dend. 1921 gelingt die Reor­ga­ni­sa­ti­on des Künst­ler­bunds. Alfred Poell wird ers­ter Prä­si­dent. Schon bald über­nimmt Egon Hof­mann als trei­ben­de Kraft die Ver­ei­ni­gung, deren Vor­stand er bis 1934 bleibt. Es ist eine Beson­der­heit, dass nicht nur bil­den­de Künst­ler, son­dern fast alle jun­gen ober­ös­ter­rei­chi­schen Archi­tek­ten dem Bund ange­hö­ren. Die Ver­bin­dung von Bau­kunst mit Male­rei macht den MAERZ zu einem außer­ge­wöhn­lich pra­xis­be­zo­ge­nen Künstlerverein.


Die Aus­stel­lung im Nordico doku­men­tiert Gra­fik, Male­rei und Foto­gra­fie von 45 Künst­le­rin­nen und Künst­lern der ers­ten 25 Jah­re des Ver­eins. Ein Groß­teil der Wer­ke kommt aus den Bestän­den der Muse­en der Stadt Linz.
Das Lin­zer Kunst­ge­sche­hen wird inner­halb einer beweg­ten poli­ti­schen Zeit bis zur Macht­über­nah­me der Natio­nal­so­zia­lis­ten wider­ge­spie­gelt. Neben inter­na­tio­nal arri­vier­ten Künstler*innen gibt es eini­ge bei­na­he ver­ges­se­ne Namen zu entdecken.


Künstler*innen:

Robert Ang­erho­fer, Her­bert Bay­er, Hein­rich Bitzan, Franz Brosch, Kle­mens Brosch, Vil­ma Eckl, Rudolf Feischl, Karl Hauk, Johann Hazod, Hein­rich Hei­ders­ber­ger, Max Hir­schen­au­er, Lou­is Hof­bau­er, Egon Hof­mann, Paul Ikrath, Olga Jäger, Hans Kobin­ger, Tina Kof­ler, Deme­ter Koko, Alfred Kubin, Anton Lutz, Mat­thi­as May, Pau­la May, Kon­rad Meindl, Hans Moo­ser, Adolf Mut­ter, Adolf Wag­ner von der Mühl, Hans Gös­ta Nagl, Josef Neu­kirch, Fan­ny Newald, Mar­ga­re­te von Pausin­ger, Anton Peschka, Her­bert Plober­ger, Alfred Poell, Hans Poll­ack, Karl Anton Rei­chel, Albert Ritz­ber­ger, Franz Sed­lacek, Gus­tav Simon, Emy Som­mer­hu­ber, Rudolf Stein­büch­ler, Karl von Stern, Hans Stri­gl, Aloys Wach, Hans Wun­der, Franz von Zülow.


Wei­te­re Aus­stel­lun­gen und Ver­an­stal­tun­gen zum Jubi­lä­um 100 Jah­re MAERZ: Künst­ler­ver­ei­ni­gung MAERZ, afo archi­tek­tur­fo­rum ober­ös­ter­reich, Lan­des­ga­le­rie, Stif­ter­haus, Kunst­uni­ver­si­tät Linz

Kura­tor: Andre­as Strohhammer

Video

Nordico: 100 Jahre MAERZ. Die Anfänge 1913 bis 1938

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