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Aphro­di­te
Eine Bestands­auf­nah­me

bis
  • Ausstellungsansicht, Aphrodite. Eine Bestandsaufnahme, 2018-2019

1910 ver­ma­chen Lud­wig Hat­schek und sei­ne Frau Rosa die von ihnen ange­leg­te Bau­ern­berg­park­an­la­ge der Stadt Linz. Im Jahr 1913 erwirbt Hat­schek für den Park einen Säu­len­tem­pel inklu­si­ve eines mit­tig ste­hen­den Sockels. Wie ande­re his­to­ri­sche Vor­bil­der bleibt die­ser nach sei­ner Auf­stel­lung zunächst leer. 1940 beauf­tragt Adolf Hit­ler den Meck­len­bur­ger Bild­hau­er Wil­helm Wand­schnei­der mit einem Abguss einer Aphro­di­te-Sta­tue. Auf Wunsch und als Geschenk des Füh­rers“ wird die­se 1942 im Säu­len­tem­pel am Bau­ern­berg auf­ge­stellt.

2008 macht der Künst­ler Alex­an­der Jöchl mit der Instal­la­ti­on form­los“ auf den his­to­ri­schen Kon­text der Sta­tue auf­merk­sam. Die Stadt Linz reagiert mit deren sofor­ti­gem Abtrans­port, das eins­ti­ge Füh­rer­ge­schenk“ soll eine kla­re Ableh­nung erfah­ren. Die Vor­gangs­wei­se führt zu einer öffent­li­chen Dis­kus­si­on über den Umgang mit dem NS-Erbe, für das die Aphro­di­te zum Sym­bol wird. Auf Basis eines Beschlus­ses im Kul­tur­aus­schuss des Lin­zer Gemein­de­ra­tes wird die Sta­tue nun his­to­risch kon­tex­tua­li­siert im Nordico Stadt­mu­se­um prä­sen­tiert.

Der Sockel (2008 eben­falls ent­fernt) wur­de mit einer erläu­tern­den Tafel wie­der im Säu­len­tem­pel am Bau­ern­berg aufgestellt.

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