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Fräu­lein Newalds Gespür für die Stille
Eine Lin­zer Künst­le­rin (1893 – 1970)

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  • Ausstellungsansicht, Fräulein Newalds Gespür für die Stille. Eine Linzer Künstlerin (1893–1970), 2014
  • Ausstellungsansicht, Fräulein Newalds Gespür für die Stille. Eine Linzer Künstlerin (1893–1970), 2014
  • Ausstellungsansicht, Fräulein Newalds Gespür für die Stille. Eine Linzer Künstlerin (1893–1970), 2014

Mit gro­ßer Lie­be zum Detail schuf Fan­ny Newald fein gemal­te Blu­men­stü­cke, impres­sio­nis­tisch anmu­ten­de Zeich­nun­gen mit Lin­zer Stadt­an­sich­ten sowie Land­schafts­bil­der mit Moti­ven aus der nähe­ren Umge­bung von Linz. Trotz mate­ri­el­ler Eng­päs­se und Tur­bu­len­zen, her­vor­ge­ru­fen durch zwei Welt­krie­ge, hielt sie an einer Kunst fest, für deren pro­fun­de Aus­sa­ge Stil­le als Vor­aus­set­zung galt. In Linz wur­de Newald nach dem Zwei­ten Welt­krieg zudem als Male­rin der Kulis­sen­bil­der für die Lin­zer Pup­pen­spie­le bekannt.

Als Toch­ter des Advo­ka­ten Richard Newald und sei­ner Frau Fran­zis­ka, geb. Edl­ba­cher, wur­de Fan­ny Newald am 10. Jän­ner 1893 in Linz gebo­ren. Sie wuchs im Palais Sta­rhemberg an der Pro­me­na­de auf und schloss ihre Schul­bil­dung mit der Matu­ra an der Kör­ner­schu­le im Jahr 1909 ab. Nach Auf­ent­hal­ten im Ate­lier der Aqua­rel­lis­tin Marie Hed­wig Ney und in den Mal­schu­len Ber­ta von Tarnóc­zys und Tina Kof­lers besuch­te die ange­hen­de Künst­le­rin die Mal­schu­le Mat­thi­as May. Regel­mä­ßig nahm sie in den 1920er Jah­ren an den Aus­stel­lun­gen der Künst­ler­ver­ei­ni­gung MAERZ teil und wur­de dadurch in ihrer Hei­mat­stadt zu einer geschätz­ten und bekann­ten Künst­le­rin. Ab 1924 stu­dier­te Newald an der Aka­de­mie der Bil­den­den Küns­te in Mün­chen.

Künst­le­risch gese­hen beweg­te sich die aka­de­mi­sche Male­rin nach ihrer Rück­kehr nach Linz im Jahr 1932 im Umfeld des Künst­ler­krei­ses um Rudolf Stein­büch­ler, Josef Schnet­zer und Karl Hauk. Nach dem Zwei­ten Welt­krieg nahm sie noch gele­gent­lich an Aus­stel­lun­gen der Berufs­ver­ei­ni­gung Bil­den­der Künst­ler teil. Bei einer Aus­stel­lung zum The­ma Gar­ten­stadt Linz in der Aula der Kunst­schu­le erhielt Newald 1952 den 3. Preis.

Das Nordico Stadt­mu­se­um Linz wid­met der Künst­le­rin nun eine umfang­rei­che Retro­spek­ti­ve mit Wer­ken aus dem eige­nen Bestand sowie mit zahl­rei­chen Leih­ga­ben aus Pri­vat­be­sitz, aus dem OÖ. Lan­des­mu­se­um und der OÖ. Berufs­ver­ei­ni­gung Bil­den­der Künstler*innen. Erst­mals prä­sen­tier­te Wer­ke und Doku­men­te aus dem Nach­lass der Künst­le­rin sowie Inter­views mit Zeit­ge­nos­sen erlau­ben einen völ­lig neu­en Blick auf das Oeu­vre der Male­rin und Zeich­ne­rin Fan­ny Newald, um die es nach ihrem Tod im Jahr 1970 sehr ruhig gewor­den war.

Vide­os

Fräulein Newalds Gespür für die Stille

Fräulein Newalds Gespür für die Stille 1

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