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Urfah­ra­ner Markt
200 Jah­re Lin­zer Lustbarkeiten

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  • Ausstellungsansicht, Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten, 2017
  • Ausstellungsansicht, Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten, 2017
  • Ausstellungsansicht, Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten, 2017
  • Ausstellungsansicht, Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten, 2017
  • Ausstellungsansicht, Urfahraner Markt. 200 Jahre Linzer Lustbarkeiten, 2017

Zucker­wat­te, Rin­gel­spiel, ver­kleb­ter Magen, flir­ten, Auto­drom, der ers­te Rausch … wäre eine ober­ös­ter­rei­chi­sche Jugend über­haupt denk­bar, ohne Urfix“, wie der Urfah­ra­ner Markt lie­be­voll genannt wird?


Der Urfah­ra­ner Markt ist der ältes­te Jahr­markt Öster­reichs und heu­er gilt es sein 200-jäh­ri­ges Jubi­lä­um zu fei­ern. Zwei­mal pro Jahr, jeweils 9 Tage im Früh­jahr und im Herbst, weicht der Park­platz an der Urfah­ra­ner Donau­län­de dem gro­ßen Buden­zau­ber, mit Waren aller Art, Speis und Trank, Groß­feu­er­wer­ken und Hut­schen­schleu­de­rern – die heu­te nüch­tern Fahr­ge­schäft genannt wer­den.

Kai­ser Franz I. erteil­te Urfahr 1817 das Pri­vi­leg einen Früh­jahrs- und Herbst­markt abzu­hal­ten. Bald nach die­sem Erlass gelang­te der Markt zu sei­ner ers­ten Blü­te. Wan­der­händ­ler rie­fen ihre, in ers­ter Linie aus Stof­fen und Geschirr bestehen­de, Ware aus, Quack­sal­ber boten Wun­der­tink­tu­ren und ihre frag­wür­di­gen Diens­te feil.

Mit dem Ers­ten Welt­krieg kam die Kri­se: Einer­seits wur­den Waren knapp, ande­rer­seits nah­men Bier­hüt­ten und ande­re Volks­be­lus­ti­gun­gen über­hand. Man unter­stell­te dem Tra­di­ti­ons­markt einen ungüns­ti­gen mora­li­schen Ein­fluss“ und sorg­te sich um die Jugend. Der Markt stand vor dem Aus und die Ein­ge­mein­dung Urfahrs in Linz bedeu­tet vor­läu­fig das Ende.

Die Tra­di­ti­on erwies sich jedoch stär­ker und bereits 1923 fand wie­der ein Jahr­markt statt. Es war die gro­ße Zeit der Schau­stel­ler. Neben sel­te­nen und exo­ti­schen Tie­ren führt man auch Men­schen von außer­ge­wöhn­li­cher Gestalt vor: Zwer­ge“, Rie­sen“, Kolos­sal­da­men“.


Mit dem Zwei­ten Welt­krieg erfolg­te ein erneu­ter Ein­bruch. Erst gegen Ende der Besat­zungs­zeit kam es mit der Errich­tung der Mes­se­hal­le zu einem neu­en, wich­ti­gen Impuls. Heu­te ist der Urfah­ra­ner Markt der größ­te Jahr­markt Öster­reichs.

In sechs Räu­men des Nordico Stadt­mu­se­um Linz wird die Geschich­te von den Anfän­gen des Urfah­ra­ner Mark­tes bis in die Gegen­wart beleuch­tet. Die Aus­stel­lung ist, in der Gestal­tung und Dra­ma­tur­gie lust­voll, bunt und viel­fäl­tig wie der Urfah­ra­ner Markt selbst. Sie spie­gelt des­sen Geschich­te, die öko­no­mi­schen und sozia­len Ver­än­de­run­gen und sei­ne Bedeu­tung für Genera­tio­nen von Besucher*innen wider.


Neben zahl­rei­chen Ori­gi­nal­ob­jek­ten wer­den Wer­ke unter ande­rem von Nor­bert Art­ner, Franz Glau­back­er, Karl Hauk, Egon Hof­mann, Peter Hue­mer, Hans Keplin­ger, Max Kis­lin­ger, Alfred Kubin, Peter Kubo­vs­ky, Erwin Rach­bau­er gezeigt.

Jahr­markt­stim­mung im Stadt­mu­se­um wird durch die Aus­stel­lungs­ar­chi­tek­tur von ANY:TIME Archi­tek­ten her­vor­ge­ru­fen. Am Früh­jahrs­markt 2017 wird das Nordico mit einem eige­nen Stand vor Ort sein. Gre­gor Graf und Cle­mens Bau­der adap­tie­ren und bespie­len die Schau­bu­de des Rebel Club neu.

Vide­os

Urfahraner Markt - Interview Patrick Stützner

Urfahraner Markt - Interview R. u. R. Schlader

Urfahraner Markt - Interview Sonja Ruhtenberg

Urfahraner Markt - Interview Susanne Niederndorfer

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