Pressemitteilung: Briefe an die, die wir vermissen: GRIEFYARDS startet in Linz
Ab September laden Briefkästen an verschiedenen Orten in Linz dazu ein, anonyme Briefe an verstorbene Angehörige und geliebte Menschen zu schreiben. Die internationale Kunst- und Schreibinitiative GRIEFYARDS kommt in Kooperation mit dem Nordico Stadtmuseum erstmals nach Linz. Ausgewählte Briefe werden von Künstler:innen in Kunstwerke übersetzt und im Rahmen der kommenden Ausstellung „Death Positive. Gestorben wird immer“ im Nordico präsentiert.
Was würden wir einem Menschen sagen, der nicht mehr da ist? Was ist unausgesprochen geblieben? Welche Erinnerungen möchten wir festhalten? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Kunst- und Schreibinitiative GRIEFYARDS. Sie schafft einen Raum für Trauer, Liebe und Erinnerung und lädt Menschen dazu ein, Briefe an Verstorbene zu verfassen – anonym, persönlich und ohne Vorgaben.
Ab 1. September stehen dafür an mehreren Orten im Linzer Stadtgebiet eigens eingerichtete GRIEFYARDS-Briefkästen bereit. Bis 25. Oktober können dort Briefe eingeworfen werden. Zu finden sind sie im Nordico Stadtmuseum, Domcafé, Stadtbibliothek Wissensturm, Café Viele Leute, Salonschiff Fräulein Florentine, Barbarafriedhof (Haupteingang innen rechts) und Café Frédéric. Unter griefyards.com gibt es auch die Möglichkeit, die Briefe online abzugeben.
Aus Briefen werden Kunstwerke
Die gesammelten Briefe bilden den Ausgangspunkt für einen künstlerischen Prozess. Ausgewählte Künstler:innen erhalten jeweils einen anonymisierten Brief und entwickeln daraus ein zweidimensionales Kunstwerk. Persönliche Geschichten über Verlust, Erinnerung und Verbundenheit werden so in eine neue künstlerische Form übersetzt. Für die Linzer Ausgabe von GRIEFYARDS greifen Valentin Bernauer, Blooming in May, Rosalie Goess-Enzenberg, Melina Gold, Antonio Labuhar, Marie-Andrée Pellerin, Julia Ryaguzova, Helene Traxler, Laura Weiss und Rosemarie Zacher die Briefe in ihren Arbeiten auf.
Die so entstandenen Werke werden bei einer eigenen Vernissage mit Storytelling-Performance am
26. November im Linzer Stadtmuseum präsentiert und können auch käuflich erworben werden.
GRIEFYARDS ist Teil der von Klaudia Kreslehner kuratierten Ausstellung „Death Positive. Gestorben wird immer“, die von 23. Oktober 2026 bis 4. April 2027 im Nordico Stadtmuseum zu sehen ist.
Trauer sichtbar machen
GRIEFYARDS wurde von Celine Vanhoutte und Rosa Braber initiiert. Nach der ersten Ausgabe in Wien wird das Projekt 2026 weiterentwickelt und neben Wien und Graz erstmals auch in Linz umgesetzt.
Im Zentrum steht die Idee, Trauer einen sichtbaren Platz im gesellschaftlichen Leben zu geben und Gespräche über Verlust zu ermöglichen. Dabei geht es nicht ausschließlich um das, was durch den Tod eines Menschen fehlt, sondern ebenso um das, was bleibt: Erinnerungen, Geschichten, Verbundenheit und Liebe.
Die Briefe können traurig oder wütend, liebevoll, dankbar oder ganz still sein. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Alle Einreichungen erfolgen anonym und werden respektvoll behandelt.
Auf einen Blick
GRIEFYARDS-Briefkästen in Linz
1.9. bis 25.10.2026
beim Nordico Stadtmuseum Linz, Domcafé Linz, Stadtbibliothek Wissensturm, Café Viele Leute, Salonschiff Fräulein Florentine, Barbarafriedhof (Haupteingang innen rechts), Café Frédéric. Die genauen Adressen dazu gibt es online unter nordico.at/griefyards.
Aufgabe der Briefe auch online möglich unter griefyards.com
Ausstellung
Death Positive. Gestorben wird immer
23.10.2026 bis 4.4.2027
Eröffnung: 22.10.2026, 19:00
im Nordico Stadtmuseum Linz
GRIEFYARDS Linz – Vernissage und Storytelling-Performance
26.11.2026, 18:00
im Rahmen der Ausstellung „Death Positive. Gestorben wird immer“ im Nordico Stadtmuseum Linz
Performance: Rosa Braber
Konzept & Text: Celine Vanhoutte & Rosa Braber
Begrüßung: Andrea Bina, Leitung Nordico
Eröffnung: Kuratorin Klaudia Kreslehner
Bilder


Texte
Pressemitteilung: GRIEFYARDS startet in Linz
Kontakt
Clarissa Ujvari-Hanten, BA, BA
Presse & Web
clarissa.ujvari-hanten@lentos.at
+43 732 7070 3603
+43 650 48 49 706