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Auftritt der Frauen
Künstlerinnen in Linz 1851 – 1950

bis
  • Agathe Schwabenau, Selbsportrait mit Farbpalette, 1905
  • Gudrun Baudisch, Doppelkopf, 1929
  • Vilma Eckl, Halbakt mit Zigarette, undatiert
  • Dachauer „Malweiber“, 1906
  • Emilie Mediz-Pelikan, Blick auf Lacroma, 1902
  • Paula May-Pillesmüller, Stillleben mit Zitronen, 1920
  • Ausstellungsansicht "Auftritt der Frauen"
  • Ausstellungsansicht "Auftritt der Frauen"
  • Ausstellungsansicht "Auftritt der Frauen"

Es ist kaum bekannt, dass Frau­en bereits seit 1851 in der Lin­zer Kunst­sze­ne prä­sent waren. Sie waren nicht nur von Anbe­ginn in den Aus­stel­lun­gen des Ober­ös­ter­rei­chi­schen Kunst­ver­eins sowie von Ring und März invol­viert, son­dern betei­lig­ten sich an der Aus­stat­tung von Pres­ti­ge­pro­jek­ten wie dem Palais Sto­clet in Brüs­sel und grün­de­ten erfolg­reich eige­ne Werk­stät­ten. Die Künst­le­rin­nen pfleg­ten Aus­tausch mit der weib­li­chen Kunst­sze­ne in Wien, Salz­burg, Mün­chen, Dach­au und Ber­lin und prä­sen­tier­ten ihre Wer­ke 1950 auf der XXV. Bien­na­le von Venedig.


All das meis­ter­ten sie, obwohl die Vor­aus­set­zun­gen für Frau­en, die Mit­te des 19. Jahr­hun­derts Künst­le­rin­nen wer­den woll­ten, auf­grund der herr­schen­den Gesell­schafts­kon­ven­ti­on und der Benach­tei­li­gung in der Aus­bil­dung schlecht waren. Wesent­li­chen Anteil dar­an, dass Künst­le­rin­nen jen­seits des Dilet­tan­tis­mus erfolg­reich eine Kar­rie­re auf­bau­en konn­ten, hat­te die Male­rin Aga­the Schwa­benau (1857 – 1950), die sich im Ober­ös­ter­rei­chi­schen Kunst­ver­ein maß­geb­lich enga­gier­te und 1896 die ers­te Mal­schu­le in Linz grün­de­te. Ihre erst­mals prä­sen­tier­ten bio­gra­fi­schen Noti­zen und Erin­ne­run­gen geben einen leb­haf­ten Ein­blick in die Her­aus­for­de­run­gen, die ein Frau­en- und Künst­le­rin­nen­le­ben in der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts bereithielt.


Ein längst über­fäl­li­ger Blick auf 100 Jah­re Kunst­schaf­fen eman­zi­pier­ter, zu Unrecht in Ver­ges­sen­heit gera­te­ner Frau­en, der die loka­le Kunst­ge­schichts­schrei­bung korrigiert.

Kura­to­rin­nen: Sabi­ne Fell­ner (Kon­zept), Andrea Bina

Aus­stel­lungs­or­ga­ni­sa­ti­on: Lisa Schmidt

Aus­stel­lungs­ge­stal­tung: Sil­via Merlo

Künstlerinnen

Eleo­no­re Auegg-Dilg, Fran­zis­ka Baern­reit­her, Gud­run Bau­disch, Mar­gret Bil­ger, Hele­ne Clo­di-Tiet­ze, Vil­ma Eckl, Elli Für­böck, Emmy Hae­se­le, Olga Jae­ger, Tina Kof­ler, Sophie Koko, Pau­la May-Pil­les­mül­ler, Emi­lie Mediz-Peli­kan, Fan­ny Newald, Mar­ga­re­te Pausin­ger, Michae­la Pfaf­fin­ger, Maria Loui­se Poscha­cher, Rosa Sche­rer, Emi­lie Schleiss-Siman­dl, Nor­ber­ti­ne Bress­lern-Roth, Maria Schrangl, Aga­the Schwa­benau, Jut­ta Sika, Emmy Som­mer­hu­ber, Loui­se Spann­ring, Ber­tha Tarnóc­zy, Mari­an­ne Woitsch, Fran­zis­ka Zach

Date Titel Time
So 05.02Öffent­li­che Füh­rung durch What the Fem*?“

Dau­er 60 Minu­ten, max. 25 Per­so­nen, Füh­rung­kar­te € 4 (zzgl. Ein­tritt) Kei­ne Anmel­dung erfor­der­lich („first-come-first-ser­­ved“)

14:30–15:30
So 05.02Dia­log­rei­he Gesprächsstoff

Wir tau­schen uns über Femi­nis­mus aus und ent­wi­ckeln im Lin­zer­zim­mer neue Fra­gen und Gedan­ken zum The­ma. Die­se flie­ßen in die Aus­stel­lung ein. Mit der Kunst­ver­mitt­le­rin Gabrie­le Kain­ber­ger. Kei­ne Anmel­dung erforderlich.

15:30–16:30
Do 09.02Dia­log­rei­he Gesprächs­stoff mit dem Ver­ein Zu-Flucht

Wir tau­schen uns über Femi­nis­mus aus und ent­wi­ckeln im Lin­zer­zim­mer neue Fra­gen und Gedan­ken zum The­ma. Die­se flie­ßen in die Aus­stel­lung ein. Mit der Kunst­ver­mitt­le­rin Gabrie­le Kain­ber­ger und dem Ver­ein Zu-Flucht. Das Linz­bü­ro wur­de vom Ver­ein Zu-Flucht initi­ier­ten Frau­en­pro­jekt 2.0“ gestal­tet. Kei­ne Anmel­dung erforderlich.

18:00–19:00
So 12.02Öffent­li­che Füh­rung durch What the Fem*?“

Dau­er 60 Minu­ten, max. 25 Per­so­nen, Füh­rung­kar­te € 4 (zzgl. Ein­tritt) Kei­ne Anmel­dung erfor­der­lich („first-come-first-ser­­ved“)

14:30–15:30
Do 16.02Muse­um under de/​construction: Black, Queer & Trans Radi­cal Femi­nism – Deco­lo­ni­sing the Nordico – Teil 1/2″

Im Rah­men des Pro­jekts Muse­um under de/​construction“ hat das Nordico Aktivist*innen, Frau­en*- und LGBT­QIA+ Initia­ti­ven und Ver­ei­ne ein­ge­la­den in ver­schie­de­nen Arbeits­krei­sen ihre eige­nen Fra­gen, The­men, Wider­sprü­che und Lebens­rea­li­tä­ten ein­zu­brin­gen und sicht­bar zu machen. Teilnehmer*innen am Arbeits­kreis 3“ sind JAA­PO. Unter dem Titel Black, Queer & Trans Radi­cal Femi­nism – Deco­lo­ni­sing the Nordico – Teil 1/2″ und mit der Far­be Magen­ta wer­den ihre Inter­ven­tio­nen in der Aus­stel­lung What the Fem*?” ab 16. Febru­ar zu sehen sein. 

10:00–20:00
Sa 18.02Work­shop: Medienkunst-Mütter

Eine Initia­ti­ve zur kol­lek­ti­ven Aus­ein­an­der­set­zung mit Fra­gen, die sich für (Medien-)Künstler*innen stel­len, wenn sie Mütter/​Eltern wer­den – von kon­zep­tio­nel­len Ver­än­de­run­gen in ihrer Arbeit bis zu insti­tu­tio­nel­lem Bewusst­sein für ihre Bedürf­nis­se. Mit Gra­zie­le Lau­ten­schla­e­ger, frei­er Ein­tritt, Anmel­dung erfor­der­lich unter +43 732 7070 1912 oder kunstvermittlung@​lentos.​at, max. 10 Teilnehmer*innen

14:00–17:00
So 19.02Öffent­li­che Füh­rung durch What the Fem*?“

Dau­er 60 Minu­ten, max. 25 Per­so­nen, Füh­rung­kar­te € 4 (zzgl. Ein­tritt) Kei­ne Anmel­dung erfor­der­lich („first-come-first-ser­­ved“)

14:30–15:30
Do 23.02Muse­um Total: Gesprächs­stoff Spe­zi­al zu What the fem*?”

Die Kunst­ver­mitt­le­rin Gabrie­le Kain­ber­ger und die Künst­le­rin Pari­sa Gha­s­e­mi spre­chen mit den Teil­neh­men­den über den revo­lu­tio­nä­re Auf­stand im Iran und sei­nen For­de­run­gen nach Frau­en­rech­ten. Dazu wird auch ein Kurz­film gezeigt. Ein­tritt frei mit Muse­um Total Ticket.

18:00–20:00
So 26.02Öffent­li­che Füh­rung durch What the Fem*?“

Dau­er 60 Minu­ten, max. 25 Per­so­nen, Füh­rung­kar­te € 4 (zzgl. Ein­tritt) Kei­ne Anmel­dung erfor­der­lich („first-come-first-ser­­ved“)

14:30–15:30
So 26.02Muse­um Total: Fami­li­en­füh­rung Black-Histo­ry Month“

Black-Histo­ry Mon­th“ wird heu­te welt­weit began­gen, um sich der Geschich­te von Schwar­zen Men­schen zu erin­nern. Anläss­lich des­sen hat der Ver­ein JAA­PO“ die­sen Monat gewählt, um die Aus­stel­lung What the fem*?“ im Nordico Stadt­mu­se­um zu ver­än­dern und in die­se ein­zu­grei­fen. Wir laden Kin­der, Jugend­li­che und Erwach­se­ne gemein­sam ein, die­se Ver­än­de­run­gen in der Aus­stel­lung zu ent­de­cken, sie gemein­sam zu ver­ste­hen und zu dis­ku­tie­ren, was es bedeu­tet, die Geschich­te Schwar­zer Frau­en und Women of Color sicht­bar zu machen. Ein­tritt frei mit Muse­um Total Ticket

14:30–15:30
Alle Veranstaltungen sehen

Agathe Schwabenau – Biografie in drei Teilen

Die Lin­zer Regis­seu­rin und Künst­le­rin Alen­ka Maly konn­te aus dem vor­han­de­nen Archiv­ma­te­ri­al zu Leben und Werk Aga­the Schwa­ben­aus einen Film im Auf­trag des Nordico umset­zen, der auf unse­rer Web­sei­te, unse­rem You­Tube-Chan­nel und auch in der Aus­stel­lung zu sehen ist.

Agathe Schwabenau - Biografie (Teil 1)

Agathe Schwabenau - Biografie (Teil 2)

Agathe Schwabenau - Biografie (Teil 3)

Video

In einem Video zur Aus­stel­lung geben die Kura­to­rin­nen der Schau Andrea Bina und Sabi­ne Fell­ner einen Ein­blick in die Ent­ste­hung der Schau. 

#Einblick: Auftritt der Frauen

Zur Aus­stel­lung ist ein reich bebil­der­ter Kata­log im Pus­tet Ver­lag erschie­nen. Mit Text­bei­trä­gen von Andrea Bina, Sabi­ne Fell­ner, Gabri­el­la Hauch und Michae­la Nagl, 


208 Sei­ten, deutsch

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