Ausstellung „Der Junge Hitler" noch bis 31.10. zu sehen
Die Ausstellung „Der Junge Hitler. Prägende Jahre eines Diktators 1889 – 1914“ ist noch bis einschließlich 31. Oktober im Nordico Stadtmuseum Linz zu sehen. Im letzten Ausstellungsmonat widmen sich die multimediale Performance Mind-Crossing Walking Act 2021 und ein spannender Vortrag zur Hitler-Biographie mit Historiker Roman Sandgruber und Nordico Leiterin Andrea Bina nochmals dem zeitgeschichtlich brisanten Thema.
Adolf Hitler verbringt seine ersten 24 Lebensjahre in Österreich – im Innviertel, in Linz und in Wien. Die Ausstellung im Nordico Stadtmuseum präsentiert in Form einer Parallelerzählung die Biografie Adolf Hitlers in den Jahren von 1889 bis 1914 und befasst sich mit den politischen Strömungen dieser Epoche. Gefragt wird dabei vor allem nach den Anfängen: Woher kommen Nationalismus und Militarismus, Rassen-hass und Antisemitismus? Wie weit sind sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Gesellschaft verankert, ehe der Erste Weltkrieg ausbricht? Wie prägen sie die Jugend Adolf Hitlers und seiner Zeitgenossen? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Schau „Der Junge Hitler. Prägende Jahre eines Diktators 1889 – 1914“.
Gleich zwei Veranstaltungen im Oktober bieten dem interessierten Publikum die Möglichkeit noch tiefer in die Zeitgeschichte und persönliche Biographie Hitlers einzutauchen. Historiker Roman Sandgruber, der den spektakulären Fund von 31 Briefen, die Adolf Hitlers Vater an den Welser Straßenmeister Josef Radlegger geschrieben hat, zum Anlass nahm, um in seinem kürzlich veröffentlichten Buch „Hitlers Vater. Wie der Sohn zum Diktator wurde“ neues Licht auf die Jugendjahre Hitlers in Oberösterreich zu werfen, gibt am 14. Oktober in einem Gespräch mit Nordico Leiterin Andrea Bina Einblick in seine aktuelle Forschung.
In der multimedialen Performance „Mind-Crossing Walking Act 2021“, die am 15.Oktober stattfindet, konfrontieren die Künstler*innen Tal Gur (ISR) und Jasmin Avissar (ISR) auf poetische Weise mit Themen die durch die Ausstellung an die Oberfläche gebracht werden. Eine Gelegenheit um auf dem Weg vom Nordico zum Lentos den Stadtraum aus einer neuen Perspektive zu erfahren. Am Folgetag wird den Teilnehmer*innen außerdem die Möglichkeit geboten an einem Workshop inkl. Frühstück teilzunehmen und die Performance gemeinsam zur reflektieren.
Die Ausstellung „Der Junge Hitler. Prägende Jahre eines Diktators 1889 – 1914“ kann noch bis einschließlich 31.10. im Nordico Stadtmuseum Linz besucht werden.
Termine
| Date | Titel | Time |
|---|---|---|
| Do. 22.10 | Pressekonferenz: Death Positive Der Tod ist ein sehr lebendiger Begleiter. Mal leise oder laut, oft unerwartet und manchmal herbeigesehnt. Und trotzdem schieben wir ihn gerne weit weg von uns. Diese Ausstellung holt ihn mitten ins Zentrum – behutsam, konfrontativ, humorvoll und radikal ehrlich. Denn: Sterben müssen wir alle. Also reden wir darüber, bevor es zu spät ist. | 10:00–11:00 |
| Do. 22.10 | Eröffnung: Death Positive. Gestorben wird immer Der Tod ist ein sehr lebendiger Begleiter. Mal leise oder laut, oft unerwartet und manchmal herbeigesehnt. Und trotzdem schieben wir ihn gerne weit weg von uns. Diese Ausstellung holt ihn mitten ins Zentrum – behutsam, konfrontativ, humorvoll und radikal ehrlich. Denn: Sterben müssen wir alle. Also reden wir darüber, bevor es zu spät ist. Wir feiern das Leben mit Totensemmeln von der Bäckerei Brandl und lauschen den himmlischen Klängen von Blonder Engel. Eintritt frei | 19:00–21:00 |
| Fr. 23.10 | Death Café im Domcafé Linz Trauercafé „Ich vermisse dich“ mit Nicole Leitenmüller, Referentin für Krisenbegleitung der Diözese Linz. Treffpunkt: Domcafé, Domplatz 1, 4020 Linz | 16:00–18:00 |
| So. 25.10 | Öffentliche Führung durch die aktuellen Ausstellungen des Nordico Stadtmuseum Dauer 60 Minuten, max. 25 Personen, Führungkarte € 4 (zzgl. Eintritt) Keine Anmeldung erforderlich („first-come-first-served“) | 14:30–15:30 |
| So. 25.10 | Origami Sterne falten (in der Kinderkulturwoche) Schritt für Schritt, Falte für Falte, entsteht ein Stern und dabei kommen wir in eine konzentriert-meditative Stimmung. Wer will, kann über das Leben sprechen oder über Erinnerungen, Abschiede oder über Verluste; wer will kann Abschiedsrituale teilen, oder Gedanken darüber, wie wir mit dem Fehlen eines Menschen umgehen und das, was uns dabei verbindet. Für Kinder und Erwachsene im Rahmen der Kinderkulturwoche | 15:00–17:00 |
| Di. 27.10 | BestOff 2026: Artistic Research Roundtable 1 Die Künstler:innen Valentina Rodríguez Morales, Marcel-Nikodem Dziewulski, Marieluisa Lenglachner und Katharina Maria Wimmer präsentieren ihre Forschungsarbeiten unter dem Themenpool Extraktivismus, Ökologie und Faschismus. Die vier Projekte untersuchen Macht- und Herrschaftssysteme, die in Materialien und Landschaften eingeschrieben sind. Die künstlerischen Forschungen zu Kohle, Marmor, Google-Rechenzentren und den Flüssen Donau und Río Danubio, verbinden materielle und historische Recherche mit persönlichen und spekulativen Perspektiven. Die Veranstaltung ist Teil der BestOff 2026 der Kunstuniversität Linz. | 19:00–21:00 |
| Fr. 30.10 | Día de Muertos. Das Fest des Todes Wir nehmen den Abend vor Halloween zum Anlass, das Leben zu feiern: Ein Umzug mit Papierskeletten und bunten Totenköpfen, die man mit nach Hause nehmen kann. Für Kinder und Erwachsene | 15:00–17:00 |
| So. 01.11 | Briefe an die Toten schreiben Griefyards Writing Day mit Poetin Anja Grundner. | 13:00–16:00 |
| So. 01.11 | Öffentliche Führung durch die aktuellen Ausstellungen des Nordico Stadtmuseum Dauer 60 Minuten, max. 25 Personen, Führungkarte € 4 (zzgl. Eintritt) Keine Anmeldung erforderlich („first-come-first-served“) | 14:30–15:30 |
| Di. 03.11 | BestOff 2026: Artistic Research Roundtable 2 Die Künstler:innen Katarina Matić, Andreas Popp, Hannah Lang und Neha Chandel stellen ihre Projekte rund um die Themen Erinnerung, Grenzen und Architektur vor. Während Matić und Popp sich damit beschäftigen, wie Geschichte‑n verdrängt und vergessen werden, konzentrieren sich Hannah Lang und Neha Chandel darauf, wie sich diese Prozesse in Architekturen und Geographien einschreiben. Die Arbeiten der Künstler:innen werfen Fragen auf, wie vergangene Konflikte in der Gegenwart weiterbestehen und wie Räume zu Orten der Auseinandersetzung, aber auch der Begegnung und Wiedergutmachung werden können. Die Veranstaltung ist Teil der BestOff 2026 der Kunstuniversität Linz. | 19:00–21:00 |


